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REZENSION


Arens/Tepper - „Das gesellschaftsrechtliche Mandat“

 

Neu erschienen ist im DeutschenAnwaltsVerlag ein Kompendium für die gesellschaftsrechtliche Mandantenbetreuung. Verfasst von praxiserfahrenen Rechtsanwälten, Notaren und Steuerberatern empfiehlt sich „Das gesellschaftsrechtliche Mandat“ für alle Kolleginnen und Kollegen, die in der täglichen Beratung mehr als nur ein Standardwerk, sondern eine wertvolle Arbeitshilfe suchen. Ergänzet wird „das gesellschaftsrechtliche Mandat“ durch das Formularbuch „AnwaltFormulare Gesellschaftsrecht“, welches ebenfalls in 2007 in dritter Auflage erscheint.

 

Begonnen mit der Mandatsaufnahme, der Gesellschaftsgründung und der werbenden Gesellschaft gibt „Das gesellschaftsrechtliche Mandat“ dem Rechtsanwalt eine gut strukturierte Übersicht über alle Fragen und Probleme in der Anfangsphase der Beratung. Dabei tragen die Autoren dem umfangreichen und schnelllebigen Rechtsgebiet des Gesellschaftsrechts und der zunehmende Internationalisierung Rechnung und beziehen zum Beispiel auch das nationale und internationale Steuerrecht mit ein. Auch Formulierungsbeispiele und Hinweise auf entsprechende Muster im Formularbuch „AnwaltFormulare Gesellschaftsrecht“ sind an den jeweiligen Stellen vorhanden.


Im Rahmen des streitigen Mandats spielen nicht nur zivilprozessuale Aspekte, sondern auch der Rechtsschutz von Gesellschaftern und der Gesellschaft eine entscheidende Rolle. Gesellschafterwechsel, Umstrukturierung und Umwandlung werden aus der Sicht der Praxis aufbereitet und insbesondere deren steuerliche Folgen beleuchtet. Ein weiteres Kapitel wird dem Unternehmenskauf und –verkauf gewidmet.

Der Insolvenzrechtler wird sein Augenmerk jedoch auf die Kapitel 7 bis 9 lenken, die alle Aspekte rund um Krise, Liquidation und Insolvenz erschöpfend behandeln:

Kapitel 7 – Das Mandat im Rahmen der Beendigung/Liquidation zusammengestellt und bearbeitet von Ulrich Spieker, Rechtsanwalt und Fachanwalt für Arbeitsrecht und Steuerrecht aus Bielefeld, mit den Unterpunkten:

  • Beendigungsgründe, aufgegliedert nach der Beendigung der Personengesellschaft, einer juristischen Person sowie dem Sonderthema der Auflösung durch Sitzverlegung in das Ausland
  • Das Auseinandersetzungs- und Liquidationsverfahren bei Personen- und Kapitalgesellschaften
  • Der registerrechtliche Vollzug
  • Die steuerlichen Konsequenzen von Auseinandersetzung und Liquidation unter Berücksichtigung der verschiedenen Phasen bei der Liquidation einer Personengesellschaft bzw. juristischen Peson, sowie insbesondere der Ermittlung und Besteuerung der GmbH und Ihrer Anteilseigner.

Kapitel 8 – Das Mandat im Rahmen der Krise der Gesellschaft: Zusammengestellt und bearbeitet von Wolfgang van Betteray, Diplom-Kaufmann und Steuerberater aus Düsseldorf, und Wolfgang Arens, Rechtsanwalt und Notar, sowie Fachanwalt für Arbeitsrecht und Steuerrecht aus Bielefeld.

  • Feststellung der Krise im insolvenzrechtlichen Sinn mit Darstellung der Insolvenzgründe bei Personen- und Kapitalgesellschaften (Zahlungsunfähigkeit, drohende Zahlungsunfähigkeit und Überschuldung)
  • Verhaltenspflichten für Gesellschafter und Vertretungsorgane
  • Die Eigenkapitalersatzregeln: was sind die Merkmale eigenkapitalersetzender Gesellschafterdarlehen, welche Rechtsfolgen hat der Eigenkapitalersatz

Kapitel 9 – Das Mandat im Rahmen der Insolvenz der Gesellschaft: Ebenfalls zusammengestellt und bearbeitet von Wolfgang van Betteray, Diplom-Kaufmann und Steuerberater aus Düsseldorf.

Nach der allgemeinen Darstellung der Insolvenzverfahrensreife, ihrer Folgen und der Abwägung zwischen gerichtlicher und außergerichtlicher Sanierung werden die Vorteile einer Sanierung innerhalb des Insvenzverfahrens ausführlich dargestellt.

  • Der Eigenantrag der Gesellschaft
  • Steuerliche Folgen des Kapitalverlusts und der Inanspruchnahme aus eigenkapitalersetzenden Gesellschafterleistungen
  • Das Mandat im Eröffnungsverfahren
  • Das Mandat für den (vorläufigen) Insolvenzverwalter
  • Das Mandat für den Gesellschafter und/oder Vertretungsorgane gegen den Insolvenzverwalter
  • Krise, Insolvenz und Strafrecht

Von erheblicher Bedeutung in der täglichen Beratung sind dabei auch die strafrechtlichen Risiken und Konsequenzen im Rahmen der Krise und Insolvenz eines Unternehmens. Übersicht stellt „das gesellschaftsrechtliche Mandat“ die Insolvenzdelikte des Kernstrafrechts dar und ermöglicht so den schnellen Überblick.

Überhaupt bewährt sich „das gesellschaftsrechtliche Mandat“ vor allem durch seine Praxistauglichkeit: schnell lassen sich in der täglichen Beratung anhand der einschlägigen Begriffe kurz und knapp die notwendigen Informationen finden und dass, obwohl das Gesellschaftsrecht unbestrittenermaßen zu einem der umfangreichsten Rechtsgebiete gehört. Für eine Vielzahl der Fälle und Beratungen genügt „das gesellschaftsrechtliche Mandat“ als Standardwerk völlig aus. Wer tiefer in den jeweiligen Problemkreis einsteigen muss oder will, findet zudem hilfreiche Rechtsprechungshinweise sowie Aufsätze und Fachliteratur in den Fußnoten.

 

Arens/Tepper - „Das gesellschaftsrechtliche Mandat" - erschienen im DeutscherAnwaltsVerlag für 128,- Euro - ISBN: 978-3-8240-0622-9

 

Text: Rechtsanwalt Boris N. Mattes, Mag. jur.